Ägäisches Meer
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Das Ägäische Meer oder die Ägäis (altgr. Αἰγαῖον πέλαγος aigaion pelagos , heute neugr. Αιγαío(ν) (πέλαγος) Egeo(n) (pelagos), türkisch Ege Denizi), ist ein Nebenmeer des europäischen Mittelmeers, zwischen Griechenland und der Türkei gelegen. Es ist über den Bosporus, das Marmarameer und die Dardanellen mit dem Schwarzen Meer verbunden.
Die Ägäis gilt als Wiege zweier großer antiker Kulturen, der minoischen Kultur und der des antiken Griechenlands. Später herrschten in der Ägäis Perser, Römer, Byzantiner, Genuesen und Venezier sowie Osmanen. Politisch gehört heute der größte Teil der Ägäis zu Griechenland, nur kleine Teile im Nordosten und ein schmaler Küstenstreifen entlang der kleinasiatischen Küste zur Türkei, die türkische Region Ege ist nach der Ägäis benannt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Name und Mythologie
Der Name ist hergeleitet von Aigeus, einem mythischen König von Athen. Als sein Sohn Theseus nach Kreta zog, um Athen von dem schmählichen Tributlieferungen an Kreta (sieben Jünglinge und ebensoviele Jungfrauen) zu befreien, (siehe Minotauros), versprach Theseus seinem Vater, im Fall seines Erfolges bei seiner Rückkehr statt des üblichen schwarzen Segels, welches das Schiff führte, ein weißes aufzuziehen. Als der siegreiche Theseus sich der Küste von Attika näherte, vergaß er aber im Siegesrausch die Segel zu wechseln, und der Vater Aigeus stürzte sich beim Anblick des schwarzen Segels von den Klippen am Kap Sunion vor Gram ins Meer, das aus diesem Grund seinen Namen erhielt.
[Bearbeiten] Geschichte
Im Altertum waren die Ägäischen Inseln, unter denen Kreta, Euböa (Evia) und - mit einigem Abstand - Rhodos die größten sind, eine Quelle der kulturellen Entwicklung, man widmete sich besonders der Seefahrt, dem Handel und der Wissensvermittlung. Die Kombination verschiedener Kulturen der östlichen Mittelmeerregion wurde durch die geografischen Gegebenheiten begünstigt.
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Inseln
Die Ägäischen Inseln werden üblicherweise in sieben Gruppen eingeteilt (Die große Insel Evia oder Euböa wird keiner dieser Gruppen zugerechnet):
- die Nordägäischen Inseln (auch: Thrakische Inseln)
- die Ostägäischen Inseln
- die Nördlichen Sporaden
- die Südlichen Sporaden (umfassen u.a. die sogenannten Dodekanes-Inseln)
- die Kykladen
- die Saronischen Inseln
- Kreta und die umliegenden kleinen Inseln
Nur die beiden nordägäischen Inseln Gökçeada (griechisch Ἴμβρος, Ímbros) und Bozcaada (griechisch Τένεδος, Ténedos) gehören politisch zur Türkei, von einigen weiteren, direkt vor der türkischen Küste gelegenen Eilanden abgesehen, gehören alle übrigen Inseln zu Griechenland.
[Bearbeiten] Flüsse
An der ägäischen Ostküste am türkischen Festland münden einige der größten Zuflüsse der Ägäis, darunter der Große Mäander und der Kleine Mäander. Weitere größere Flüsse fließen der Ägäis aus Nordgriechenland zu, darunter Aliakmonas, Vardar, Struma, Nestos und Mariza.
[Bearbeiten] Siehe auch
Koordinaten: 39° 15′ 34" n. Br., 24° 57′ 9" ö. L.
